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Calzonerezept – 1. Fassung

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In dieser Woche habe ich zum zweiten Mal Calzone gebacken und dabei nun die Mengen für ein Rezept mitgeschrieben.

Das Ergebnis ist noch nicht ganz ausgereift. Der Teig und die Mengenverhältnisse sind gut. Aber ich kann mich mit Ricotta in der Füllung nicht anfreunden, der hat so eine komische Konsistenz. Ich werde nochmal andere Käsemischungen probieren. Falls es jemand nachkochen möchte, das Rezept funktioniert und die Calzones schmecken.

Für 8 kleine Portionen:

Hefeteig aus:

  • 600g Mehl
  • 3 gestr TL Salz
  • 1 geh TL Zucker
  • 3 EL Olivenöl
  • 400 ml Wasser
  • 1 Hefe

Füllung aus:

  • 170g Tomatensauce (200g  geht auch, ich hatte so ne komische Menge im Gefrierfach)
  • 250g Ricotta
  • 125g Mozzarella
  •  75g Parmesan
  • 300g geputzte, rohe Champignons in kleinen Stücken
  • Salz, Pfeffer, Oregano

Den Hefeteig nach dem Durchkneten in 8 Portionen teilen, ca 130g pro Portion. Auf jeden Teigfladen ca 2 EL kräftig gewürzte Füllung legen und dann nach Möglichkeit so zusammenfallten, dass nirgends etwas herausläuft, was an einer dünnen Teigstelle leicht passiert. Löcher, die man mit der Gabel in den Hefeteig piekt, ziehen sich durch den Gärprozess sehr schnell zu.

Bei 180 Grad Umluft 15-20 min backen. Man sieht und riecht gut, wann das Essen fertig ist.

Personal Information Mismanagement

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In der vergangenen Woche habe ich mich vor den Dramen des Alltags an den Computer geflüchtet. Wenn ich mich voll auf Bits und Bytes konzentrieren muss, hat mein Hirn keine Nerven für Aufregung mehr frei.

Vom schicken Kubuntu musste ich mich vorübergehend verabschieden. Beim Testen wurde klar, dass die Software meinen betagten Computer überfordert. Das war zu erwarten und ich hatte das System nur installiert, um es  kennen zu lernen. Ich war froh, dass es überhaupt ging. Nun läuft das schlichtere Xubuntu auf dem alten Desktop und er ist voll funktionsfähig.

Bei Ausprobieren der Programme habe ich mich ausgetobt, soweit die Hardware es zuließ. Ganz ohne Pannen ging es nicht ab. Mit der Software gab es keinen nennenswerten Probleme, aber mit meinem Listen-, Kalender- und Notizentick. Auf meinem Computer, auf meinem Schreibtisch und auch sonst überall wimmelt es von Notizen und Listen. Natürlich ist mir nicht verborgen geblieben, dass ich überdurchschnittlich viel schreibe, aber auf der Suche nach geeigneter Software hab ich erst die Dimensionen meiner Gewohnheit entdeckt, die exotischer zu sein scheint als mir klar war.

Es schreibt doch ganz selbstverständlich jeder zusätzlich zu Emails, Blogeinträgen, Forumseinträgen, Einkaufslisten, Adresslisten und Kalendern auch Merkzettel aller Art, Pro- und Contralisten für Entscheidungen und Tagebuch. Nicht? Gibt es Menschen, die ohne Papier und Stift in greibarer Nähe nicht irritiert sind, so wie man verstört ist, wenn man plötzlich kein Wasser oder Strom mehr hat? Und was ist mit Benachrichtigungen? Computer oder Handys, die vor einer Verabredung oder zu anderen nützlichen Zwecken optische oder akustische Signale von sich geben? Geht ein Leben ohne sowas überhaupt? Kann jemand noch die trockene Wäsche aus dem Garten hereinholen, ohne dass es vorher eine Benachrichtigung gab?

Mein hehrer Vorsatz, mein Notizchaos wenigstens halbwegs unter Kontrolle zu behalten, ist bisher kläglich gescheitert und in den letzten Tagen konnte ich mir dabei zuschauen, wie ich solches Chaos produziere. Innerhalb von drei Tagen, hatte es sich von einem Computer und diversen Zetteln auf zwei Computer und diverse Zettel ausgebreitet. Involviert waren zu den besten Zeiten sieben verschiedene Anwendungsprogramme. Das Fotoverwaltungsprogramm vom Bild oben übrigens nicht eingerechnet. Da war es dann mit der konzentrierten Seelenruhe wieder vorbei. Inzwischen läuft alles wieder in einigermaßen geordneten Bahnen und ich bin um ein paar Erkenntnisse reicher.

Bei der geplanten Umgestaltung meines Laptops werde ich mir gute Personal Information Management (so heißt sowas, gibt’s nicht auf deutsch) Software – wahrscheinlich Kontact – aussuchen und als erstes einen Plan, wie meinen Notizkram besser in Ordnung halten kann, reinschreiben.

Fluchtversuch aus den Armen der Datenkrake

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Wisst ihr, wie viele Passwörter und Nutzerkonten ihr im Netz so habt? Ich kann’s euch sagen: zu viele! Das meiste ist harmloses Zeug und da hat irgendwer nur irgendeine Emailadresse. Aber im Zuge meiner Computerumgestaltung habe ich meine ganzen Kennwörter mal durchgesehen und mit Schrecken festgestellt, dass einige Unternehmen, mit denen ich keine Geschäftsbeziehung mehr unterhalten möchte, ja auch noch meine Postadresse haben. Gut, teilweise nicht mehr die aktuelle Postadresse…

Mein Versuch wieder etwas Kontrolle zurückzugewinnen, hatte doch einige verblüffende Erlebnisse zur Folge. Wenn man Anbieter zur Datenlöschung auffordert, reagieren sie sehr unterschiedlich. Manche schicken zügig eine nette kleine Notiz, dass sie es erledigt haben, andere offenbaren erschreckende Selbstüberschätzung und dritte lassen einen erstmal überhaupt nicht weg. Bei einem Anbieter habe ich mich durch so viele “Sind Sie sicher, dass sie Ihr Konto bei uns wirklich löschen wollen?” Abfragen klicken müssen, dass ich jetzt ganz, ganz sicher bin und dort auch bestimmt nie wieder Kunde werde. Bei einigen Anbietern ist bis jetzt, also Tage nach meiner Löschungsaufforderung, noch gar nichts passiert. Ich werde dran bleiben…

Besonders habe ich mich über die zwei Anbieter gefreut, bei denen ich meine Konten ganz allein löschen konnte. Es gab dafür extra eine Funktion, die war auch gut zu finden, während ich bei anderen mühsam die AGB durchsuchen musste, um überhaupt einen Ansprechpartner zu finden, der eventuell zuständig sein könnte. Mir ist nicht wohl dabei, wenn meine Daten im Netz oder bei irgendwelchen Firmen herumspuken. Besonders problematisch fand ich die vergessenen Benutzerkonten, die ich vor Jahren mal angelegt und mit weniger komplizierten Passwörtern versehen hatte, als ich es jetzt tue. Ich hatte da ganz offensichtlich die Übersicht verloren und gelobe jetzt feierlich Besserung.

Die wichtigsten Passwörter habe ich bei meiner Datenbereinigung auch ausgetauscht. Ich hatte neulich eine kleine Computerpanne, wo theoretisch welche hätten gestohlen werden können. Ich habe nach der Panne eine den Computer auf Schadprogramme gescannt und nichts gefunden. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – oder so. Ein paar Kennwörter habe ich auch getauscht, weil sie mir zu einfach erschienen. Nein, zu den Leuten die Passwörter vom Typ “123456″ wählen, habe ich noch nie gehört. Selbstverständlich sind die ca 50 mir noch bekannten von mir vergebenen Passwörter auch alle verschieden.

Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, mein Betriebssystem zu wechseln, bevor ich mit dem Online-Banking anfange. Es hat mich für potentielle Risiken sensibilisiert.

Das Papiermonster und ich

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Inzwischen halte ich es für unbesiegbar, das Papiermonster. Ich fürchte anders als Achilles oder Siegfried hat es keine Schwachstelle. Ich kann kaum schätzen, wie viele Kilo Papier und Pappe ich seit Jahresbeginn zum Container geschafft habe. Trotzdem scheint es in meinem Haushalt nicht ein Fitzelchen weniger davon zu geben. Wenn  ich, entschlossen kämpfe, schaffe ich es gerade, nicht völlig im Zettel-, Zeitungs-, Karton-, Broschüren-, Schachtelsumpf unterzugehen. Ganze Wälder werden vom Druck- und Verpackungswahnsinn dahingerafft. Wenigstens ein kleiner Teil davon wurde von mir in dieser Woche wieder dem Recycling zugeführt.

Meine ärgsten Papierfeinde:

  • Werbekäseblättchen, die man nicht bekommt, wenn einmal was Vernünftiges drinsteht (das Programm des Stadtfests z.B), aber zweimal, wenn sie noch langweiliger sind als sonst
  • Gebrauchsanweisungen in 10-20 Sprachen, am liebsten solche, die keinerlei verwertbaren Informationen enthalten
  • Minizettelchen mit Minischrift, die als Beleg unbedingt aufgehoben werden müssen, z.B. scheckkartengroße Kassenbons als Garantieschein für einen teuren Haushaltsgegenstand
  • kommodengroße, unverwüstliche, wasserdichte Pappkartons, die zur Lieferung eines Spezialakkus oder einer Druckerpatrone verwendet wurden
  • seitenlange Schreiben auf bürokratisch, die Dinger von Versicherungen, Firmen, Behörden bei deren Anblick einem das kalte Grauen aufsteigt und über deren Inhalt man sich nie Klarheit verschafft, weil das Leben dafür viel zu kurz ist

Hab ich was vergessen?

Tausche Fenster gegen Schuppentier

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Oder: Erste Schritte als Pinguin

Das wollte ich schon länger machen, aber jetzt hatte ich gleich zwei Anlässe: ich beabsichtige ein Hobby auszubauen, dafür brauche ich neue Software und mein Computer macht die ersten Probleme. Also habe ich es getan: Linux installiert.

Gut, ich bin vorsichtig und deswegen läuft das Kubuntu 12.04 (Precise Pangolin) jetzt erstmal auf meinem alten Desktop. Den Computer hatte ich in den vergangenen zwei Jahren nur als Speicher für Sicherheitskopien genutzt. Die Dateien von meinem Arbeitscomputer habe ich auf eine externe Festplatte kopiert und damit war ich auf den alten Rechner nicht mehr angewiesen. Ich konnte es also riskieren, ein neues Betriebssystem zu installieren, obwohl ich das noch nie gemacht und vor der Aufgabe durchaus großen Respekt hatte.

Natürlich ging nicht alles ganz einfach und fehlerfrei. Der Computer hatte eine komische Voreinstellung (im Bios), die ich erstmal finden und ändern musste. Das WLAN läuft immer noch nicht und das LAN Kabel zu finden, war eine sportliche Herausforderung. Ich habe viele, viele Kabel. Die Schachtel mit dem LAN Kabel war vom Regal gefallen und versteckte sich in einer Ecke. Außerdem ist die Hardware für diese Linuxversion gerade noch ausreichend, der Computer läuft also langsam und macht immer mal wieder Denkpausen. Das ist in Ordnung, damit habe ich gerechnet. Ich habe diese Variante installiert, weil ich sie mir ansehen und die Grundlagen lernen wollte, ohne an meinem Arbeitscomputer etwas zu ändern, denn wenn sie mir gefällt, möchte ich sie auch dort installieren.

Ohne einen Rechner mit Internetzugang, auf dem ich während der Intallation und Einrichtung Anleitungen lesen und Anleitungsvideos schauen konnte, funktionierte Linux jetzt wahrscheinlich nicht. So hat es auch eine Menge Zeit und Energie in Anspruch genommen. Aber wie ihr vielleicht ahnt, mag ich solche Herausforderungen und ich bin auch furchtbar stolz auf mich, dass der Computer jetzt funktioniert und manchmal auch schon macht, was ich will. Manchmal fühle ich mich wie ein Anfänger oder an DOS Zeiten erinnert (an die Jüngeren: das waren Betriebssysteme vor Windows und Internet, da musste man Befehle eintippen).

Mein erster Eindruck von Kubuntu ist sehr, sehr gut! Flexibilität und Benutzeroberfläche lassen mein Fensterbetriebssystem No 7 ziemlich uninspiriert wirken. Ich hab mich jetzt schon ein paar mal dabei ertappt, wie ich versucht habe, die Größe der Taskleiste zu ändern. Außerdem ist es doch sehr schön, dass kein Virenscanner das System runterbremst. Bei der Auswahl an Software packt mich die (Neu-)Gier. Fast alles ist Open Source Software, also kostenlos zu haben und wir reden nicht von niedlichen, kleinen Progrämmchen, die es auch für die Fenster kostenlos gibt.

Wir reden von Programmgruppen für so ungefähr alles: Mail und Organizer, Bürosoftware, Fotosoftware, Musiksoftware, Wissenschaftsprogramme, usw, usw. Von einigen dieser Programme benutze ich die Fenstervariante schon lange (Firefox, Thunderbird, Libre Office, Gimp,…) und weiß deswegen, dass es Programme von hoher Qualität gibt. Deswegen bin ich sehr gespannt auf die RAW Konverter (für Fotos) und die Tonstudiosoftware. Auf dem alten Computer werde ich das aber nicht probieren, dafür hat er einfach zu wenig Speicher.

In den nächsten Wochen werde ich den Desktop einrichten und weiter lernen. Wenn alles funtioniert, wird der Laptop umgebaut. – Und dann stürz ich mich auf all die coole Software!

Halbe Sachen

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Seltsam

Es war eine geschäftige Woche. Neben meinen eigenen Plänen habe ich mich kurzfristig entschieden, jemandem zu helfen, was einige Stunden in Anspruch nahm. Mehr als einen kleinen Sieg habe ich für ihn leider nicht erreichen können. Der ist mir aber gelungen.

In dieser Woche habe ich zum ersten Mal erwogen, den Post ausfallen zu lassen oder zu verschieben. Es gibt gerade Wichtigeres zu tun. Andererseits fand ich es auch ziemlich wichtig, ein Versprechen, das ich mir gegeben habe, einzuhalten. Ich hatte mir versprochen, jede Woche einen berichtenswerten Alltagserfolg zu erzielen, so lange mich Krankheit oder eine grundlegende Veränderung meiner Lebensumstände nicht davon abhält.

Es hätte in dieser Woche genügend Rechtfertigungen gegeben, nicht auch noch irgendwelches Zeug durchzusehen. Ich habe mich trotzdem entschieden, ein wenig weiter zu sortieren. Oben seht ihr die seltsamsten Fundstücke dieser Woche. Das Buch habe ich mal gewonnen und ich hatte bereits einige Verrisse gelesen. Nach der Lektüre einiger Absätze, habe ich eingesehen, dass das Cover der beste Teil des Buches ist. Ich werde es jetzt zum Tausch anbieten. Der Autor hat seine Fans, aber ich gehöre nicht dazu.

Dieses Kühlschrankeierdings liegt mir schon länger im Weg. Ich habe so ein Ding noch nie benutzt und kann mir nicht vorstellen, es je zu benutzen. Es ist für die Funktion des Kühlschranks nicht notwendig und liegt im Weg. Es gibt keinen vernünftigen Grund, das Ding zu behalten. Trotzdem war mir mulmig dabei, es wegzuwerfen. Seltsam.

Jetzt freue ich mich mit euch auf ein sommerliches Wochenende. Vergesst die Wasserflasche und Sonnencreme nicht!

Nachtrag: Vor wenigen Minuten bekam ich die Nachricht, dass meine Hilfe in der vergangenen Woche doch noch ein ziemlich großer Sieg geworden ist. Ich freue mich sehr und bin ein bisschen stolz auf mich.

Gehen oder Bleiben (1)

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Ich hatte im letzten Beitrag ja gesagt, dass ich gern etwas Glamouröseres machen möchte als Putzen. Also habe ich mich umgesehen, nach einem geeigneten Projekt gesucht und keins gefunden. Daraufhin habe ich mich missmutig an den Schreibtisch gesetzt und nachgedacht. An meiner Wohnung ist rein gar nichts glamourös.

Und dafür bin ich ganz allein verantwortlich, denn seit ich hier eingezogen bin, habe ich mir einfach nicht die Zeit genommen, mich hübsch einzurichten, ich habe mich mit “einigermaßen zweckmäßig” zufrieden gegeben und mir lieber eine Kamera als eine Kommode gekauft, lieber Fotos ins Internet gestellt als an die Wand gehängt. In meiner Wohnung gibt es tatsächlich nicht ein Bild an der Wand. Während ich zum Fotografieren in die Wildnis auszog, ist Wildnis in mein Heim eingezogen. Weil man einen Dschungel aber nicht dekorieren kann, habe ich mich entschieden das Großprojekt “Gehen oder Bleiben” zu beginnen.

Bevor ich nämlich mit hübschen Möbeln und glamouröser Dekoration meine Bleibe in ein gemütliches Heim verwandle, brauche ich erstmal einen Überblick, was ich denn in und auf den Möbel alles unterbringen möchte. Mir ist klar, dass ich Dinge besitze, die für mich keinen Nutzen mehr haben und einige Schätzchen vergessen in irgendwelchen Winkeln verborgen sind. Also werde ich in den nächsten Wochen, sofern sich kein anderes Projekt dazwischendrängelt, meine Besitztümer begutachten und über ihr Bleiberecht entscheiden.

Bei der Durchsicht der ersten Schachteln und Flächen habe ich nicht viel aussortiert, aber die beiden verschollenen Fläschchen auf dem Foto wiedergefunden, was mich sehr freut und dieser Woche doch ein wenig Glamour verleiht.

Planloses Putzen

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Normalerweise ist es mir wichtig, meine Arbeit effizient zu erledigen. In dieser Woche habe ich vor allem über zwei wichtige Angelegenheiten nachgedacht und für Planung von irgendwelchem Kleinkram hatte ich nicht mehr viel Kapazität.

Trotzdem wollte ich unbedingt meinem Vorsatz treu bleiben, einen beobachtbaren Erfolg zu erzielen. Also habe ich aufgeräumt und geputzt, was mir gerade so auf- und einfiel.

Besonders beeindruckt bin ich vom Ergebnis meiner Aktion nicht. Wenn ich die Staubmauspopulation unter Kommoden, in Ecken und Winkeln dezimiere, ist das kaum beobachtbar. Aber putzt man nicht sowieso nur, um Platz für neuen Staub zu machen?

Nur der neue Duschvorhang ist eine echte Verbesserung.

Mal sehen, ob mir für nächste Woche etwas Glamuröseres einfällt.

Ostervorbereitung

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Jedes Mal vor Ostern und Weihnachten überkommt mich eine Phobie. Die Läden werden tagelang geschlossen und es ist nicht auszudenken, wenn ich am Ostermontag ohne meinen Lieblingskäse dasäße,  kein Joghurt da wäre oder ausgerechnet die Süßigkeit fehlte, die mein Herz in diesem Augenblick verlangt.

Vorgekommen ist sowas natürlich noch nie. Denn ich bekämpfe diese Phobie durch das Schreiben von Einkaufslisten und Speiseplänen, umfangreiche Einkäufe, Kochen und Einfrieren von Lieblingsessen und Ansammeln von beachtlichen und abwechlsungsreichen Süßigkeitenvorräten. Ich war in meinem früheren Leben wahrscheinlich ein Hamster.

Vor dem diesjährigen Osterfest kommt erschwerend hinzu, dass ich neulich mein Gefrierfach nicht ganz geschlossen hatte und es deswegen nochmal abgetaut und geputzt werden musste. Einen Teil der Vorräte hatte ich vorher verbraucht, denn ich gehe davon aus, dass diese Panne der Haltbarkeit des Gefrierguts schadet. Außerdem kann ich ein halb volles Fach besser abtauen.

Also habe ich in den vergangenen Tagen geschrieben, geschleppt und gekocht. Mangelerscheinungen drohen mir während der Feiertage jetzt sicher nicht mehr – wenn man vom zu befürchtenden Sonnenscheinmangel absieht.

Gruseliges Bügeln

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Ich weiß nicht, wie es zuging, aber in letzter Zeit fanden sich in meinem Kleiderschrank keine gebügelten Kleidungsstücke mehr. Wenn ich welche brauchte, habe ich sie schnell vor der Tragen gebügelt. Im Winter fallen ein paar Knitter unter der dicken Jacke oder dem Wollpullover nicht auf. Aber nun werden die Tage länger und wärmer. Deswegen habe ich mich in den letzten Tagen dem Problem entschlossen gestellt.

Nun finde ich es ziemlich frustrierend, mich längere Zeit mit Bügeln beschäftigen zu müssen. Und weil es mich schon so gruselte, habe ich mir gedacht, ich könnte auch gleich eine Gruselgeschichte dabei anhören. Ich liebe Hörbücher. In meinem Bestand befand sich noch die Novelle The Turn of the Screw von Henry James. Die deutsche Fassung ist unter verschiedenen Titeln erschienen. Also habe ich beschlossen, so lange zu bügeln, bis die Novelle ganz vorgelesen ist. Zweieinhalb Stunden.

In diesen zweieinhalb Stunden habe ich bemerkt, dass ich viel zu viele Kleidungsstücke besitze, die knittern. Außerdem fand ich die Novelle ziemlich abstrus, ein fetziger Krimi wäre besser gewesen.

Entknautschte Kleidung habe ich jetzt erstmal genug!

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